27.
SEPT.
2026

11 Uhr

INTO DARKNESS

 

Wo das Licht endet, beginnt das Unbekannte. Die Gruppenausstellung INTO DARKNESS bewegt sich an der Schwelle zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Begehren und Verlust, Leben und Vergänglichkeit. Die ausgestellten Werke von Noah Cubasch, Tobias Freude, Rodrigo Hernandez und Robert Matthes erkunden unterschiedliche Räume zwischen Realität und Imagination, Konsum und Begehren, Licht und Schatten, Körper und Zeit. Die Dunkelheit erscheint dabei nicht als Abwesenheit von Licht, sondern als eigene Sphäre, als Raum des Unbewussten, des Möglichen und des Verborgenen. 

INTO DARKNESS lädt ein, sich in diese Zwischenwelt zu begeben und das Licht als etwas Vergängliches, Kostbares und Lebendiges neu zu erfahren.

 

Vernissage: 27. September 2026 um 11 Uhr, geöffnet bis 16 Uhr

Öffnungszeiten: Immer sonntags | 14 - 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. September bis 01. November 2026

Die Künstler

NOAH CUBASCH/noahhrod

Die Künstlerin Maria Justus steht in ihrem Atelier.

Noahhrod (*2002 in München) ist ein in München lebender multi-media Artist. Nach einem Studium der 3D-Animation und VFX arbeitet er interdisziplinär mit 3D-Druck, Skulptur, Video und Installation. Noah beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit den visuellen Strategien der Popkultur und den Dynamiken sozialer Medien. Seine Arbeiten entstehen im Spannungsfeld zwischen digitaler Konstruktion und physischer Form. Nach einem Studium der 3D-Animation und visuellen Effekte widmete er sich dem freien künstlerischen Arbeiten und studiert seit 2022 an der Akademie der bildenden Künste München. Noah nutzt digitale Werkzeuge wie 3D-Modelling und Animation nicht nur als Medium, sondern auch als Denkweise.

 

Weitere Informationen und Bildmaterial unter www.noahhrod.com und Instagram: @noahhrod

TOBIAS FREUDE

Die Künstlerin Judith Kaminski steht vor einem ihrer Werke.

Tobias Freude (*1974 in Ettenheim) ist ein in Bayern lebender Bildhauer. Nach seiner Ausbildung zum Steinbildhauer studierte er Freie Kunst und Bildhauerei an der Hochschule für Künste Bremen und war anschließend Meisterschüler bei Prof. Bernd Altenstein. Seit 2007 arbeitet er freischaffend. In seiner künstlerischen Praxis verbindet Freude traditionelle Steinbildhauerei mit Sprache, Popkultur und Alltagsbeobachtungen. Für seine monumentalen Wortsteine überträgt er alltägliche, poetische oder popkulturelle Aussagen in Untersberger Marmor – flüchtige Worte werden so in ein scheinbar ewiges Material eingeschrieben. Das in der Ausstellung gezeigte Herz aus Untersberger Marmor verdichtet dabei auf unmittelbare Weise die Themen Liebe, Körperlichkeit und Vergänglichkeit: Ein universelles Symbol für Gefühl und Begehren wird in ein Material übersetzt, das für Dauer und Beständigkeit steht. Freudes Arbeiten bewegen sich so zwischen dem Flüchtigen und dem Dauerhaften, zwischen Lebenslust und Vergänglichkeit.

 

Weitere Informationen unter www.freudetobias.de und Bildmaterial auf Instagram @freude_tobias_artist

 

Rodrigo Hernandez

Der Künstler Thomas Kitzinger steht vor einem seiner Werke.

Figuren, die im Mondlicht, im Licht einer Lampe oder im Schein einer Kerze erleuchtet werden, sind wiederkehrende Motive in der Arbeit von Rodrigo Hernandez (*1981 in Cali, Kolumbien), der in Augsburg lebt und arbeitet. Ihn fasziniert hierbei insbesondere die emotionale Qualität des Lichts und die Art und Weise, wie es eine alltägliche Szene in etwas Intimes und Kontemplatives verwandeln kann. Er nutzt Licht, um eine Bühne zu schaffen, einen stillen Raum, in dem der Betrachter innehalten und eine Verbindung zum Werk aufbauen kann. Sein Prozess beginnt mit der Suche nach einem Motiv, das seine Aufmerksamkeit fesselt. Von dort aus entwickelt er die Komposition zunächst in seiner Vorstellung, bevor er sie auf Leinwand oder Papier überträgt. Dabei arbeitet er intuitiv und lässt Farbe, Struktur und Emotion gemeinsam entstehen. Er arbeitet hauptsächlich auf bespannter Leinwand aus Leinen und verwendet Acryl- und Ölfarbe. Auf Papier arbeitet er mit 650 g/m² starkem, heißgepresstem Papier und kombiniert dabei häufig Farbe und Tusche. Mit seiner Arbeit möchte er die Betrachter dazu anregen, Farbe und Licht auf eine andere Weise wahrzunehmen. Besonders interessiert ihn, wie sich Farben unter unterschiedlichen Lichtintensitäten verändern und wie schwaches Licht eine sanftere Schönheit sichtbar machen kann, die sonst leicht übersehen wird. Letztlich sind seine Gemälde eine Einladung, innezuhalten und in den stillen Raum zwischen Licht und Dunkelheit einzutreten.

 

Weitere Informationen und Bildmaterial auf Instagram @rhernandezn

ROBERT MATTHES

Robert Matthes (*1982 in Rudolstadt) lebt und arbeitet in Essen. 2009 absolvierte er sein Diplomstudium der Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Robert Matthes arbeitet primär im Bereich der Malerei, seine Arbeiten basieren auf der Auseinandersetzung mit sozialen und politischen Themen. Ein zentrales Thema ist der vor lauter Bequemlichkeit berauschte und blinde, zum Opfer seines eigenen Fortschritts und Konsums gewordene Mensch. Manipuliert, träge und übersättigt durch die tägliche Dauerbeschallung und Bilderflut unserer Informationsgesellschaft, bewegt er sich durch unser modernes Schlaraffenland. Seine Arbeiten waren in den vergangenen Jahren in Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, Leipzig, Stuttgart und Bad Pyrmont zu sehen.


Weitere Informationen finden Sie unter www.robert-matthes.de oder auf Instagram @robert_matthes_art

Die Künstlerin Judith Kaminski steht vor einem ihrer Werke.

Rückblick

GROUNDBREAKING

Die Eröffnungsausstellung "GROUNDBREAKING" (dt.: bahnbrechend) soll die Bestrebungen der Galerie visualisieren. Umbrüche und Aufbrüche sind in der Geschichte eng mit den Visionen kreativer Menschen verbunden. Ohne sie würde es keinen Fortschritt geben. Gleichzeitig soll die Vergangenheit nicht untergraben werden, denn sie ist Teil unserer kulturellen Identität und des Fortschritts. Anhand des Erlebten können wir erst ein Umdenken und ein Ausbrechen aus dem Gewohnten anstreben. Dies spiegelt sich nicht nur in den über 100 Jahre alten Räumlichkeiten der Galerie wider, wo nicht nur die Spuren der Vergangenheit sichtbar geblieben sind, sondern auch in den ausgestellten Werken der Künstler*innen selbst. Maria Justus, Judith Kaminski, Thomas Kitzinger, Martin Bruno Schmid und Bernd Schwarting setzen klassische Formensprache und kunsthistorische Bezüge in einen modernen, zeitgenössischen Kontext und veranschaulichen eingängig das Ausbrechen an sich sowie Zerbrechlichkeit, Ängste, aber auch Stärke, Mut und das über sich Hinauswachsen. 

26. April bis 30. Mai 2026

BITTER SWEET

Die Gruppenausstellung BITTER SWEET verhandelt den menschlichen Körper als Spannungsfeld zwischen Sinnlichkeit und gesellschaftlicher Zuschreibung. Mit sommerlicher Leichtigkeit und einer farbintensiven, teils spielerischen Bildsprache entfaltet sich ein vielschichtiges Wechselspiel aus Anziehung und Irritation. Zwischen Haut und Oberfläche, Intimität und Projektion erscheint der Körper als fragile, wandelbare Grenze. Fotografie und Malerei sowie Schmuck und Wandobjekte der Künstler*innen Nanna Grønborg, Laura Lacrampe, Luca Nenning, Karla Marchesi und Julia Walk greifen ineinander und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Körper, Identität und Wahrnehmung. Organische Formen, leuchtende Farben und sinnliche Materialien stehen dabei in einem spannungsvollen Verhältnis zu Fragen von Norm, Blick und Objektifizierung. So entsteht ein Ausstellungsraum, der zugleich leicht und zugänglich wirkt und doch von einer leisen Irritation durchzogen ist. Ein bittersüßes Erleben, das dazu einlädt, den eigenen Blick auf den Körper zu hinterfragen. 

07. Juni bis 11. Juli 2026

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